Mittwoch, 18. Februar 2009
...Motivationsdefiziten und mangelndem Selbstbewusstsein.
die_kiwi, 20:29h
Da wars weg. Erste Frage, zweite Frage, erste Unsicherheit, Zweifel, Angst und das Wissen war futsch. Oder war es nie da? Neben der Gewissheit, die eigene Unfähigkeit eindrucksvoll vor dem zukünftig möglicherweise wichtigsten Prof überhaupt bewiesen zu haben, fangen die bösen Selbstzweifel gnadenlos an zu nagen. Plötzlich entspinnt sich eine scheinbar völlig logische Folgekette von Verhängnissen, die unaufhaltsam einzutreten drohen. Statt erstmal abzuschalten und an gar nichts mehr zu denken, machen sich die Gedanken selbstständig und fangen an zu rasen. Was, wenn ich die Nachprüfung nicht schaffe? Was, wenn ich in den anderen Klausuren durchgefallen bin? Die unangenehmen Fragen gehen bishin zur Grundsatzanalyse: "Hätte ich wirklich studieren sollen?!" Kurze Zeit später sah dieser Satz minimal anders aus: "Wie kam ich bloß auf die idiotische Idee, studieren zu gehen?!" Nachdem dann auch das Bestehen der nächsten Prüfung an einem Punkt scheitert, ist die Situation scheinbar aussichtslos. Trotz der allseits präsenten Bemühungen, das eigene Selbstbewusstsein wieder aufzubauen geht die Motivation völlig verloren und man steckt den Kopf in den Sand.
Bis... ja, bis man bei einem Telefonat gehörig den Kopf gewaschen bekommt und an Zeiten erinnert wird, in denen man nicht so leicht aufgegeben hat. In denen man noch "gut" war. Vor allem solche Zeiten, in denen man es nicht akzeptiert hat, etwas nicht zu schaffen.
Auch wenn es noch schwer fällt: ich werde das schaffen. Ich habe alles auf eine Karte gesetzt und jetzt muss ich das durchziehen. Allein schon, um meinen eigenen Ar*** zu retten. Egal, was ich dafür tun muss, ich werde diese verteufelte Mathe-Prüfung schaffen. Und zur Expertin in Information Retrieval werd ich auch noch. Jetzt erst recht.
Bis... ja, bis man bei einem Telefonat gehörig den Kopf gewaschen bekommt und an Zeiten erinnert wird, in denen man nicht so leicht aufgegeben hat. In denen man noch "gut" war. Vor allem solche Zeiten, in denen man es nicht akzeptiert hat, etwas nicht zu schaffen.
Auch wenn es noch schwer fällt: ich werde das schaffen. Ich habe alles auf eine Karte gesetzt und jetzt muss ich das durchziehen. Allein schon, um meinen eigenen Ar*** zu retten. Egal, was ich dafür tun muss, ich werde diese verteufelte Mathe-Prüfung schaffen. Und zur Expertin in Information Retrieval werd ich auch noch. Jetzt erst recht.
... link (0 Kommentare) ... comment
Montag, 5. Januar 2009
...der Zukunft und dem, was ich NICHT über sie weiß.
die_kiwi, 12:41h
Nun ist es da, das neue Jahr. 2009. Buh, unheimlich. Fast schon das Jahrzent vorbei. Und neulich war doch noch Millenium und so... Wie immer kam alles schneller, als erwartet. Und ich hab doch noch soviel zu erledigen!
2009 - irgendwie macht mir das Angst. Vermutlich vor allem, weil ich nicht planen kann. Ich gebe zu, ich bin zwar öfter mal etwas VERplant, weiß nicht mal, was ich am selben Abend vor habe und die nächste Woche ist gedanklich so weit weg wie ein karibischer Badeurlaub - aber ich mag es, wenn ich zumindest so ungefähr weiß, was auf mich zu kommt.
Ich erinnere mich noch ziemlich genau an die Zeit vor knappen 5 Jahren, als man mich meines langjährigen Lebensinhalts beraubte: Schule. Wie jetzt? Kein geregelter Tagesablauf mehr? Was macht man denn da den ganzen Tag?! Zum Glück bekam ich ja bald die Uni als Ersatz. Das funktionierte zwar nur mäßig, aber wenn mich jemand fragte, was ich mache, hatte ich immer eine Antwort. "Ich studiere." Als meine Arbeit dazu kam, war ich völlig eingespannt.
Wenn mich jetzt jemand danach fragt, was ich in der zweiten Jahreshälfte machen werde - ABSOLUT KEINE AHNUNG. I'm a little scared, you know? Uni weg, Job vermutlich weg... Neuer Job? Hoffentlich. Doch nichts genaues weiß man nicht.
Wenn alles gut geht, werde ich in der zweiten Häfte 2009 endlich zur arbeitenden Bevölkerung gehören. Eigentlich freue ich mich darauf. Aber kann es nicht bitte einfach jetzt schon soweit sein und alle Unsicherheiten einfach beseitigt?!
Fazit: You know Zukunftsangst, don't you? ;)
Bleibt mir noch zu sagen: Wenigstens gibt es zumindest eine Konstante in meinem Leben. Und auch wenn die Hertha-Fan ist, werde ich jeden Tag dankbarer dafür. :D
2009 - irgendwie macht mir das Angst. Vermutlich vor allem, weil ich nicht planen kann. Ich gebe zu, ich bin zwar öfter mal etwas VERplant, weiß nicht mal, was ich am selben Abend vor habe und die nächste Woche ist gedanklich so weit weg wie ein karibischer Badeurlaub - aber ich mag es, wenn ich zumindest so ungefähr weiß, was auf mich zu kommt.
Ich erinnere mich noch ziemlich genau an die Zeit vor knappen 5 Jahren, als man mich meines langjährigen Lebensinhalts beraubte: Schule. Wie jetzt? Kein geregelter Tagesablauf mehr? Was macht man denn da den ganzen Tag?! Zum Glück bekam ich ja bald die Uni als Ersatz. Das funktionierte zwar nur mäßig, aber wenn mich jemand fragte, was ich mache, hatte ich immer eine Antwort. "Ich studiere." Als meine Arbeit dazu kam, war ich völlig eingespannt.
Wenn mich jetzt jemand danach fragt, was ich in der zweiten Jahreshälfte machen werde - ABSOLUT KEINE AHNUNG. I'm a little scared, you know? Uni weg, Job vermutlich weg... Neuer Job? Hoffentlich. Doch nichts genaues weiß man nicht.
Wenn alles gut geht, werde ich in der zweiten Häfte 2009 endlich zur arbeitenden Bevölkerung gehören. Eigentlich freue ich mich darauf. Aber kann es nicht bitte einfach jetzt schon soweit sein und alle Unsicherheiten einfach beseitigt?!
Fazit: You know Zukunftsangst, don't you? ;)
Bleibt mir noch zu sagen: Wenigstens gibt es zumindest eine Konstante in meinem Leben. Und auch wenn die Hertha-Fan ist, werde ich jeden Tag dankbarer dafür. :D
... link (0 Kommentare) ... comment
Donnerstag, 27. November 2008
...alten Zeiten.
die_kiwi, 19:06h
"Weißt du noch, damals?"
Sätze, die so beginnen, arten meist in uferlose Sentimentalität aus. Man erinnert sich an die gute alte Zeit und am Ende der Diskussion fühlt man sich mindestens 10 Jahre älter und sieht plötzlich völlig klar, was Oma immer meinte, als sie sagte "früher war alles besser".
Aber mal im Ernst: es gibt Dinge, die ich gern wieder so zurecht gerückt hätte, wie sie vor ungefähr 5 Jahren waren.
Punkt 1: Völlige Ahnungslosigkeit in Bezug auf die Tücken der deutschen Bürokratie. Kündigungsfristen? Nebenkostenabrechnung? Steuererklärung? Altersvorsorge? Versicherung? War mir alles komplett egal - und das war in Ordnung so! Herrliches Gefühl.
Punkt 2: Keine Geldsorgen. Ich hatte nicht viel Geld - aber ich brauchte es auch nicht. Keine Miete, kein Essen, keine Klamotten... Stattdessen Kino, Disco, CDs. Grandios.
Punkt 3: Meine besten Freunde genau dort, wo sie hin gehören. Nämlich in meine Nähe. Und nicht über ganz Deutschland verteilt. Spontaner Besuch? Im Zweifel lagen 10 min zwischen Beschluss und An-der-Tür-klingeln.
Ich mag Berlin. Ich mag mein Leben, wie es ist. Ich möchte auch nicht wieder in die Zeit vor 5 Jahren zurück. Aber ein paar Dinge hätte ich gern von damals mitgenommen.
Fazit: Oma, ich versteh dich ;)
Bleibt mir noch zu sagen: die Vorweihnachtszeit hat mal wieder zugeschlagen.
Sätze, die so beginnen, arten meist in uferlose Sentimentalität aus. Man erinnert sich an die gute alte Zeit und am Ende der Diskussion fühlt man sich mindestens 10 Jahre älter und sieht plötzlich völlig klar, was Oma immer meinte, als sie sagte "früher war alles besser".
Aber mal im Ernst: es gibt Dinge, die ich gern wieder so zurecht gerückt hätte, wie sie vor ungefähr 5 Jahren waren.
Punkt 1: Völlige Ahnungslosigkeit in Bezug auf die Tücken der deutschen Bürokratie. Kündigungsfristen? Nebenkostenabrechnung? Steuererklärung? Altersvorsorge? Versicherung? War mir alles komplett egal - und das war in Ordnung so! Herrliches Gefühl.
Punkt 2: Keine Geldsorgen. Ich hatte nicht viel Geld - aber ich brauchte es auch nicht. Keine Miete, kein Essen, keine Klamotten... Stattdessen Kino, Disco, CDs. Grandios.
Punkt 3: Meine besten Freunde genau dort, wo sie hin gehören. Nämlich in meine Nähe. Und nicht über ganz Deutschland verteilt. Spontaner Besuch? Im Zweifel lagen 10 min zwischen Beschluss und An-der-Tür-klingeln.
Ich mag Berlin. Ich mag mein Leben, wie es ist. Ich möchte auch nicht wieder in die Zeit vor 5 Jahren zurück. Aber ein paar Dinge hätte ich gern von damals mitgenommen.
Fazit: Oma, ich versteh dich ;)
Bleibt mir noch zu sagen: die Vorweihnachtszeit hat mal wieder zugeschlagen.
... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 23. September 2008
...fast vergessenen grandiosen Alben.
die_kiwi, 16:31h
Da stöbere ich neulich so im Internet auf der Suche nach nichts und lande nach langer Zeit mal wieder auf der Homepage einer meiner ersten Lieblingsbands: Placebo.
Klick hier, klick da... Wow - ein neues Album wird aufgenommen. Gleichzeitig mit einem Grinsen, das sich in meinem Gesicht breit machte, suchte ich auf meinem PC nach dem letzten Album, hörte kurz rein und verliebte mich gleich aufs Neue darin.
Nachdem ich von "Sleeping With Ghosts" nichts vollends überzeugt war, obwohl sich durchaus ein paar beliebte Stücke darauf finden, gefällt mir "Meds" wieder richtig klasse.
Ich liebe die Art von Brian Molko völlig absurde Gedankengänge in so brilliante Musik zu verpacken. Mal ganz abgesehen davon, dass er es schafft, Sachverhalte, über die ich tagelang reden kann, in einem Satz abschließend so zu klären, dass nichts mehr darüber zu sagen bleibt außer: that's it!
Bleibt mir noch zu sagen: Woman, man or modern monkey - just another happy junkie! ;)
Klick hier, klick da... Wow - ein neues Album wird aufgenommen. Gleichzeitig mit einem Grinsen, das sich in meinem Gesicht breit machte, suchte ich auf meinem PC nach dem letzten Album, hörte kurz rein und verliebte mich gleich aufs Neue darin.
Nachdem ich von "Sleeping With Ghosts" nichts vollends überzeugt war, obwohl sich durchaus ein paar beliebte Stücke darauf finden, gefällt mir "Meds" wieder richtig klasse.
Ich liebe die Art von Brian Molko völlig absurde Gedankengänge in so brilliante Musik zu verpacken. Mal ganz abgesehen davon, dass er es schafft, Sachverhalte, über die ich tagelang reden kann, in einem Satz abschließend so zu klären, dass nichts mehr darüber zu sagen bleibt außer: that's it!
Bleibt mir noch zu sagen: Woman, man or modern monkey - just another happy junkie! ;)
... link (0 Kommentare) ... comment